WORT ZUM SONNTAG

Liebe Anna – Gottes Segen zur Erstkommunion

Du fragst mich, wie Jesus in dem kleinen Stück Brot lebendig ist, was du heute zur ersten heiligen Kommunion in die Hand gelegt bekommst.

Ich frage dich, was passiert eigentlich, wenn du ständig auf dein Smartphone schaust und mit deiner englischen Cousine Grace lachst und sprichst. Für beides gilt, es gibt Dinge, die wir in den Händen halten und mit denen wir Kontakt aufbauen zu anderen, die ganz weit weg sind, aber auch sehr nah in unseren Herzen. Ich kenne Großmütter, die mit ihren Enkeln Hausaufgaben machen – tausende Kilometer entfernt. Oder ich kenne Verliebte, die jeden Tag posten, liebe Worte sprechen, zärtlich das Smartphone streicheln, weil es noch dauert, bis sie sich wiedersehen.

Und so ist es auch mit Jesus: Er lebt, Ostern haben wir seine Auferstehung gefeiert. Aber seit seiner Himmelfahrt, die wir bald feiern, ist er auch wieder weg, wie ein Freund, der weggezogen ist und nur per Smartphone erreichbar ist.

Wenn du in diesen Tagen zur Heiligen Kommunion gehst, dann spürst du, dass Jesus ganz weit weg und dennoch ganz nah ist. Und wenn am Fest der Erstkommunion alles so schön und festlich ist, dann ist das wie der schöne Anhänger am Smartphone.

Und so wünsche ich dir einen festlichen Tag der Erstkommunion. Und vergiss nicht, am Ende des Tages auf der Bettkante Jesus noch einmal dein schönstes Tagesereignis zu erzählen. Machst du ja mit Grace auch.                                                          

                                                                                                  DeinPfarrer Gregor Arndt