Im Monat Mai wird in jeder Woche eine andere Marienfigur die Pfarrkirche in Leinefelde schmücken.
Jede zeigt sie dabei in einer anderen Funktion:
Da ist die Mutter, zum anderen die Leidende (Pieta) und die Frau Maria. Beim Anblick dieser Standbilder kommen einem sofort Empfindungen aus dem eigenen Leben.
Nicht wenige von uns finden daher über Maria zu Gott und Jesus. „Gegrüßet seist Du Maria…“ Irgendwie gehört Maria zur eigenen Verwandtschaft.
Am 1. Mai wird Maria, die Königin, auf das Podest gestellt. In Zeiten von Nähe, Demokratie und Kommunikation auf Augenhöhe scheint sie mir in dieser Funktion auf einmal fremd.
Und doch fühle ich in diesen Tagen des Krieges um die Ukraine, wo Ohnmacht und Engagement zugleich das Herz umgreifen, wie Maria als Königin mir näherkommt:
Stärke, die mehr als Gewalt umfasst, Einfühlung, die den anderen verwandelt.
Mit und für alle am Krieg leidenden Menschen heißt es im ältesten Mariengebet:
Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir,
o heilige Gottesmutter,
verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren,
o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau
unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin
versöhne uns, emphiel uns, stelle uns vor deinem Sohne
Einen gesegneten Marienmonat Pfarrer Gregor Arndt
