Geschenke erzählen immer etwas über diejenigen, die schenken. Wenn in diesen Tagen die Heiligen Drei Könige an den Weihnachtskrippen ihren Platz finden und ihre Gaben dem Jesuskind übergeben, bringen sie auch ihre eigenen Sehsüchte zum Ausdruck:
Ich schenke dir GOLD, damit du königlich leben kannst in Wohlstand und ohne Sorge
Ich schenke dir MYRRHE, ein Heilmittel, denn „Hauptsache Gesundheit“.
Ich schenke dir WEIHRAUCH, dessen Duft und Rauch deine Blicke zum Himmel wenden sollen.
Die Wünsche nach Wohlstand und Gesundheit sind wohl zu den diesjährigen Weihnachts-besuchen oft erklungen. Doch die Bitte um einen „offenen Himmel“, um Segen?
In einer Zeit, in der uns der Bundeskanzler zu Neujahr statt „Gottes Segen“ ein „Alles Gute“ für das neue Jahr wünscht, Blumen statt Weihrauch bleibt dennoch die Frage nach der Sehnsucht über den Alltag hinaus, das Ahnen und Fragen nach einer Wirklichkeit selbst über den Tod hinweg, der Mehrwert eines Sonnenaufgangs oder Sakramentes. Gibt es da Antwort?
Beim Apostel Paulus finde ich im Brief an die Gemeinde in Philippi folgenden Satz:
Trotz aller Nöte bin ich von Trost erfüllt und ströme über von Freude.
Genau das wünsche ich mir mit dem dritten König, dem Jesuskind und allen Schwestern und Brüdern:
Freude, Glaubensfreude. Alles was dem dient, ist nicht nur Trost, sondern Glaubens-bekenntnis pur.
Ein gesegnetes 2022 Pfarrer Gregor Arndt
