Gelobt und angebetet sei ohne End ...

Die junge Kirche in den Gemeinden Korinths und Roms sammelte sich in den Häusern von Familien und feierte dort Eucharistie. Sie lasen aus den Briefen des Paulus und der entstehen­ den Evangelien. Brot und Wein wandelten sich zur Feier der Eucharistie. Schon früh wurde es Brauch, den Kranken der Nachbarstraßen das Heilige Brot zu bringen - Die Krankenkommu­ nion war geboren, ein Brauch, der in der heutigen Herz-Jesu-Kommunion weitergeführt wird und in jedem gewünschten Krankenbesuch.

Im Jahrhundert der Heiligen Elisabeth entwickelten sich die großen europäischen Städte wie Köln, Paris auch Erfurt. Die Menschen belebten Märkte und Straßen, für den Besuch der Heiligen Messe blieb den einfachen Leuten keine Zeit. Die junge Ordensfrau Juliane von Lüttich brachte mit der in der Monstranz ausgestellten Hostie die Eucharistie auf die Straße - die Fronleichnamsprozession war geboren.

Nach dem zweiten Weltkrieg waren es Tausende katholische Vertriebene, die auch in Thüringen eine neue Heimat suchten. Circa 500 kleine Gottesdienststationen entstanden. Der junge Seelsorgeamtsleiter und spätere Bischof Hugo Aufderbeck bemühte sich, in diesen kleinen Gemeinden Eucharistie zu ermöglichen. Er regte am Rande des zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) an, vom Bischof beauftragte Diakonatshelfer zu bestimmen, die von der Heiligen Messe in der pfarrei die Kommunion in die „Außenstationen" bringen - Die Wort­ Gottes-Feiern war geboren, nicht nur für Thüringen.

Die Kirche hat zu allen Zeiten versucht, von der Feier der Eucharistie aus, Menschen vor Ort die Heilige Kommunion zu repräsentieren. Die Tradition der Wort-Gottes-Feiern und die Gruppe der Diakonats- und Kommunionhelfer sind auch in unseren Kirchorten ein „lebendiger Baustein".

Dank & Segen                                                                               Pfarrer Gregor Arndt