Einander wirklich verstehen

In unserem Alltag erleben wir oft, wie schwer es sein kann, einander zu verstehen. Wir kennen Situationen, in denen wir das Handeln und Tun anderer nicht nachvollziehen können, nicht wirklich verstehen, was ihre Gedanken und Absichten sind. Auf der anderen Seite erleben wir selbst, dass wir uns unverstanden fühlen. Wie sehr wünschen wir es uns, einander wirklich zu verstehen… 

Umso bewegender ist das Pfingstfest, in dessen Erwartung wir leben. Die Jünger verkünden die Botschaft, die ihnen der Heilige Geist eingibt und Menschen aus vielen Sprachen hören ihre Worte. Die Jünger, die zuvor verängstigt und zerstreut waren, werden durch den Geist geeint, sie beginnen in verschiedenen Sprachen zu sprechen und werden so für viele verständlich.

Das Wunder, das sich an Pfingsten ereignete, ist ein Zeichen: Gottes Geist schafft Verbindung, wo Menschen an Grenzen stoßen. Er öffnet die Herzen und führt Menschen in eine Gemeinschaft, die größer ist als das, was sie trennt. 

Dieses Wunder würden wir uns auch heute oft wünschen. Wir sehnen uns nach dem Heiligen Geist, nach einer Kraft, die uns hilft, einander wirklich zu begegnen. 

Vielleicht beginnt Verstehen dort, wo wir uns bewusst Zeit nehmen: Zeit zuzuhören, ohne sofort zu urteilen, sondern den anderen wirklich wahrzunehmen. Und Zeit dafür, Gott zuzutrauen, dass er zwischen uns wirkt und uns miteinander verbindet.

 

Ein gesegnetes Pfingstfest wünscht Ihnen im Namen des Pfarrteams, 

Anna-Frida Reinhardt