Liebe Schwestern und Brüder
Am 1.JuIi 1984 feierte ich zum ersten Mal Heilige Messe in meiner Jenaer Heimatkirche. Anschließend versammelten sich alle zum Gemeindefest im evangelischen Pastoralzentrum Jena-Lobeda.
Am 9. Juni 2024 — vierzig Jahre danach — durfte ich im Rahmen des Pfarreifestes um die Pfarrkirche Leinefelde mein Priesterjubiläum festlich begehen. Sehr deutlich wurde mir, wie das Leben und Wirken eines Priesters in das Beziehungsnetz der Kirche eingebunden ist. Mehr als 70 persönliche ehemalige Wegbegleiter — von Weihbischof bis Familienkreisleiterin — ergänzten die Teilnehmer aus den Kirchorten unserer Kirchengemeinde. Die Fülle der „lebendigen Bausteine" mit ihren Talenten und Begabungen ließen diesen Tag zu einem Fest der Glaubensfreude werden. Über zweihundert Dienste und Talente brachten sich ein. In Zeiten, in denen oft Sorgen und Nöte das Alltagsgespräch ausmachen, in denen berechtigt kritisch oder emotional missmutig die Atmosphäre geprägt ist, wurde in den Stunden des Festes deutlich, dass Kirche ein Ort der Frohen Botschaft ist quer durch alle Generationen. Ob Kindergarten oder Kirchenchor, Tortenbäcker oder Ministrantin — alle können sich einander beschenken... Ohne das gemeinsame Gestern würde ich mich heute nicht so aufMorgen freuen — diesen Spruch, den ich zum Jubiläumsfest der Montessori Schule in Beuren fand, nehme ich gern in diesen Tagen auf. Die Erinnerung an das schöne Fest lässt mich glaubensfroh auf die kommenden Ferienwochen schauen: mit Religiösen Kinderwochen und Patronatsgottesdiensten, Wallfahrten und Kirmesfesten.
